<< 02. April 2012 >>

Zentrale Ergebnisse im 1. Quartal 2012 zum TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW

Nachlassende wirtschaftliche Dynamik dämpft Güterverkehrs-
aufkommen

Die Abschwächung des wirtschaftlichen Aufschwungs dämpft das Güterverkehrsaufkommen. Allerdings wird auf den meisten Transport-
märkten auf Sicht von sechs Monaten noch nicht mit einem Rückgang der Transportmengen, sondern eher mit einer stabilen Nachfrage ge-
rechnet. Die Erwartungen zur Preisentwicklung variieren im Spannungs-
feld aus Nachfrageeffekten, Kostenentwicklung und der jeweiligen Wettbewerbssituation und sind dementsprechend uneinheitlich. Preisdruck geht vor allem im Straßen- und Luftverkehr sowie in der Schifffahrt von den aktuell wieder steigenden Kraftstoffpreisen aus. Insgesamt wird mit einem weiteren, sich aber in den meisten Markt-
segmenten abflachenden Preisanstieg gerechnet. Dies sind Ergebnisse des TransportmarktBarometers von ProgTrans/ZEW im ersten Quartal 2012. Bei dieser Erhebung fragen die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, vierteljährlich rund 250 Spitzenkräfte aus der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft, wie sie die Entwicklung der Transport-
märkte und der Transportpreise auf Sicht von sechs Monaten ein-
schätzen.

Im nächsten halben Jahr wird sich die Entwicklung des Transport- aufkommens nach Ansicht der befragten Experten weiter deutlich abkühlen. Der "Stimmungsindex" (siehe Erläuterung am Ende der
Pressemitteilung) des TransportmarktBarometers signalisiert zwar noch schwache Wachstumserwartungen, ist aber in fast allen Teilmärkten weiter gefallen. Die Erwartungen für die einzelnen Transportzweige sind
unterschiedlich: Im Straßengüterverkehr, bei den Kurier-, Express- und Paket-Diensten (KEP) sowie im Kombinierten Verkehr nimmt das Wachstumstempo zwar weiter ab, zeigt aber noch eine leicht steigende Tendenz. Beim Schienengüterverkehr, bei der Binnenschifffahrt sowie bei der Luftfracht wird dagegen überwiegend mit stabilen Transport-
mengen gerechnet, vermehrt zeichnen sich aber auch rückläufige Tendenzen ab.

Die Einschätzung der Preisentwicklung durch die Experten im kommenden halben Jahr ist aktuell recht unterschiedlich, überwiegend aber gedämpfter als in den Vorquartalen. Beim Schienengüterverkehr, beim Kombinierten Verkehr sowie bei der Luftfracht liegt der "Stimmungsindex" aktuell bei den nationalen und allen grenzüber-
schreitenden Verkehren auf einem vergleichbaren Niveau und zeigt moderat steigende Preise an. Beim Straßengüterverkehr, bei den KEP-
Diensten sowie bei der Seefracht ist die Einschätzung der Preis-
entwicklung für die einzelnen Relationen dagegen relativ uneinheitlich. Beim Straßengüterverkehr ist der Stimmungsindex gegenüber dem Vorquartal stark, bei den KEP-Diensten schwach gesunken, bei der Seefracht hingegen deutlich gestiegen. Bei der Binnenschifffahrt geht die Mehrheit der Experten von stabilen Preisen aus.


Das TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW

Die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschafts-
forschung (ZEW), Mannheim, befragen seit 1998 vierteljährlich 250 Spitzenkräfte der Transportwirtschaft und der Verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Transportmärkte. Die Experten werden um eine Prognose gebeten, ob auf Sicht von sechs Monaten das Trans-
portaufkommen und die Transportpreise (stark/schwach) steigen, (stark/schwach) sinken oder unverändert bleiben. Betrachtet werden im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr nach West- und Osteuropa die Transportbereiche: Strassengüterverkehr, Schienen-
güterverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Kurier-, Express-
und Paketdienste. Weiterhin schätzen die Experten die Entwicklung bei Luft- und Seefracht von Deutschland in andere europäische Staaten sowie auf den Routen nach Nordamerika und in die Asien/Pazifik-Region ein.



download TMB Ergebnisse des TransportmarktBarometers im Q1/2012



Ansprechpartner:
Dr. Stefan Rommerskirchen (ProgTrans AG)
Tel.:    +41 (0)61 3273 490
e-mail: stefan.rommerskirchen[at]progtrans.com

Dr. Claudia Hermeling (ZEW)
Tel:     +49 (0)621 1235-216
e-mail: hermenling[at]zew.de

Martin Achtnicht (ZEW)
Tel:     +49 (0)621 1235-208
e-mail: achtnicht[at]zew.de

 

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