15. Dezember 2011
Zentrale Ergebnisse im 4. Quartal 2011 zum TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW
Trotz schwächerem Wachstum leichter Preisanstieg auf den Transportmärkten bis Mitte 2012 erwartet
Auf den Transportmärkten ist die Abkühlung des Konjunkturauf-
schwungs weiterhin spürbar. Das Wachstum des Transportauf-
kommens innerhalb Deutschlands sowie im grenzüberschreitenden Verkehr wird sich in den kommenden sechs Monaten deutlich abschwächen. Die Preisentwicklung auf den einzelnen Transport-
märkten wird uneinheitlich verlaufen. Insgesamt ist mit einem weiteren, sich aber abflachenden Preisanstieg zu rechnen. Dies sind Ergebnisse des TransportmarktBarometers von ProgTrans/ZEW im vierten Quartal 2011. Bei dieser Erhebung fragen die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, vierteljährlich rund 250 Spitzenkräfte aus der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft, wie sie die Entwicklung der Transport-
märkte und der Transportpreise auf Sicht von sechs Monaten einschätzen.
Obwohl von einer deutlichen Abschwächung in der Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr ausgegangen wird,
sind die Erwartungen der Umfrageteilnehmer für die einzelnen Transportzweige sowie für die verschiedenen Relationen unter-
schiedlich. Im Straßengüterverkehr, bei den Kurier-, Express- und Paket-Diensten (KEP) sowie im Kombinierten Verkehr nimmt das Wachstums-
tempo weiter ab, hat aber noch immer eine leicht steigende Tendenz. Im Schienengüterverkehr und bei der Binnenschifffahrt sowie der See-
schifffahrt rechnen die Experten mit einem auf derzeitigem Niveau weitgehend stabilen Transportaufkommen. Es mehrt sich aber auch die Anzahl derer, die mit einem rückläufigen Transportaufkommen rechnen. Bei der Luftfracht haben sich die Wachstumserwartungen nach den starken Wachstumsschüben in der Aufschwungsphase inzwischen deutlich normalisiert, auch bei Transporten Richtung Asien/Pazifik.
Die Preisentwicklung auf den Transportmärkten insgesamt steigt im kommenden halben Jahr nach Ansicht der Experten im Vergleich zu den vorherigen Quartalen nur noch leicht. Zwischen den einzelnen Trans-
portmärkten gibt es allerdings deutliche Unterschiede. So erwartet der Großteil der Experten für den Straßengüterverkehr und den Schienen-
güterverkehr weiter steigende Preise. Bei der Luftfracht, im Kombinierten Verkehr und bei den KEP-Diensten wird im Vergleich zum Vorquartal mehrheitlich mit stabilen Preisen gerechnet. Bei der See- und Binnen-
schifffahrt haben sich die Erwartungen bezüglich steigender Preise deutlich abgekühlt. Mehrheitlich wird hier inzwischen mit sinkenden Transportpreisen gerechnet.
Das TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW
Die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschafts-
forschung (ZEW), Mannheim, befragen seit 1998 vierteljährlich 250 Spitzenkräfte der Transportwirtschaft und der Verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Transportmärkte. Die Experten werden um eine Prognose gebeten, ob auf Sicht von sechs Monaten das Trans-
portaufkommen und die Transportpreise (stark/schwach) steigen, (stark/schwach) sinken oder unverändert bleiben. Betrachtet werden im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr nach West- und Osteuropa die Transportbereiche: Strassengüterverkehr, Schienen-
güterverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Kurier-, Express-
und Paketdienste. Weiterhin schätzen die Experten die Entwicklung bei Luft- und Seefracht von Deutschland in andere europäische Staaten sowie auf den Routen nach Nordamerika und in die Asien/Pazifik-Region ein.
Ansprechpartner:
Dr. Stefan Rommerskirchen (ProgTrans AG)
Tel.: +41 61 56035-10
E-Mail: stefan.rommerskirchen
progtrans.com
Dr. Claudia Hermeling (ZEW)
Tel: +49 621 1235-216
E-Mail: hermenling
zew.de
Martin Achtnicht (ZEW)
Tel: +49 621 1235-208
E-Mail: achtnicht
zew.de












































































