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Zentrale Ergebnisse im 2. Quartal 2008 zum TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW

Wolken am Himmel der Transport-Konjunktur


Die aktuellen Ergebnisse und deren Veränderungen gegenüber den Vorquartalen zeugen im Hinblick auf die Einschätzungen zur Transportmengenentwicklung von stärker aufziehenden Wolken am Himmel der Transport-Konjunktur; im Hinblick auf die Preisentwicklung scheinen sich die befragten Transportdienstleister und Verlader einig zu sein, dass nach einer vorübergehenden Beruhigung im Winter 2007/2008 jetzt wieder mit stärkeren Preissteigerungen zu rechnen ist.

Die Einschätzungen zur Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr zeugen von einem zunehmenden Pessimismus hinsichtlich der weiteren Konjunktur- und Außenhandelsentwicklung als den wesentlichen Bestimmungsgrößen der Transportnachfrage; die Erwartungen für die einzelnen Transportzweige und für die verschiedenen Relationen sind aber wieder recht unterschiedlich. Im Straßengüterverkehr und im Kombinierten Verkehr wird in allen Teilmärkten weiter mehrheitlich mit einem Aufkommens-Wachstum gerechnet, ebenso bei der Luft- und Seefracht im Asien-/Pazifik-Verkehr. Im „klassischen“ Schienenverkehr und bei den KEP-Diensten sind die Einschätzungen etwas, bei der Binnenschifffahrt deutlich zurückhaltender. Auch die Europa- und Nordamerikaverkehre bei der Luft- und Seefracht werden nicht mehr auf Wachstumskurs gesehen. Die Einschätzungen im Bezug auf die einzelnen Transport-Relationen sind aktuell relativ ähnlich. Im Strassen- und Schienengüterverkehr wird den Osteuropaverkehren eine etwas günstigere, beim Binnenschiff eine deutlich ungünstigere Perspektive gegeben. Auffällig sind vor allem die deutliche Rücknahme der Erwartungen auf der Nordatlantik-Route sowie die weiterhin recht verhaltene Einschätzung der Europaverkehre bei der Luft- und Seeschifffahrt.

Die Einschätzungen zur Preisentwicklung wurden gegenüber dem Vorquartal außer beim Schienenverkehr wieder angehoben; generell wird mehrheitlich erwartet, dass die Transportpreise - trotz des sich verfinsternden Konjunkturhimmels - weiter steigen werden. Für diesen Anstieg dürften vor allem die stark steigenden Ölpreise sowie der zunehmende „Wildwuchs“ an Zusatzabgaben bei der Luft- und Seefracht verantwortlich sein; die Dieselkraftstoffpreise liegen momentan auf ihrem (nominellen) Allzeit-Höchststand. Für die starke Rücknahme der Preissteigerungserwartung auf der Schiene kommen als Erklärungsgründe am ehesten zunehmende intramodale Konkurrenz, partiell auch Mengeneffekte sowie die Ausschöpfung von Rationalisierungseffekten in Frage. Die wichtigsten Tendenzen der Preisentwicklung: Im Straßengüterverkehr, der Binnenschifffahrt und im Kombinierten Verkehr liegen die erwarteten Preissteigerungen generell etwas über dem Durchschnitt der Landverkehrszweige. Bei der Luft- und Seefracht sind die erwarteten Preissteigerungen im Asien-Pazifik-Verkehr besonders hoch, aber auch in der Nordamerika-Fahrt vergleichsweise stark.


Das TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW

Die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, befragen seit 1998 vierteljährlich 300 Spitzenkräfte der Transportwirtschaft und der Verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Transportmärkte. Die Experten werden um eine Prognose dazu gebeten, ob auf Sicht von sechs Monaten das Transportaufkommen und die Transportpreise (stark/schwach) steigen, (stark/schwach) sinken oder unverändert bleiben. Betrachtet werden im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr nach West- und Osteuropa die Transportbereiche: Strassengüterverkehr, Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Kurier-, Express- und Paketdienste. Weiterhin schätzen die Experten die Entwicklung bei Luft- und Seefracht von Deutschland in andere europäische Staaten sowie auf den Routen nach Nordamerika und in die Asien/Pazifik-Region ein.
 

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