03. Dezember 2007 ![]()
EU-Kommission will den Brenner-Basistunnel fördern
Die EU-Kommission will den Brenner-Basistunnel (BBT) bis zum Jahr 2013 mit 786 Mio. Euro fördern. Diese Summe geht aus dem Kommissionspapier zur geplanten Finanzierung der Transeuropäischen Verkehrsprojekte (TEN) hervor, das EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot dem EU-Parlament vorgelegt hat. Damit hat die Kommission mit ihren Ankündigungen Ernst gemacht, die Vorbereitungsarbeiten mit bis zu 50 Prozent zu fördern.
Mit Unterzeichnung des Staatsvertrags zwischen der österreichischen und italienischen Regierung zur Realisierung eines Brenner-Basistunnels wurden die Arbeiten der Phasen II und III für dieses Schieneninfrastrukturprojekt konkretisiert. In der Phase II sollen vor allem sämtliche den Bau vorbereitende Massnahmen durchgeführt werden. Dazu gehören u.a. die Erstellung eines Einreichprojekts, das Erlangen aller Genehmigungen, die Ausführung weiterer Erkundungsarbeiten, die Vorlage eines Finanzierungskonzepts und die Durchführung ergänzender Studien.
Grundlage der Abschlussarbeiten der I. Phase war u.a. die von der BBT-EWIV beauftragte Verkehrsstudie „Analyse und Prognose des alpenquerenden Personen- und Güterverkehrs mit Fokussierung auf den Brenner“, die 2000/2001 vom Bereich Verkehr der Prognos AG erarbeitet wurde, dessen faktische Nachfolgerin die ProgTrans AG ist.
Zwischenzeitlich hatten sich die Rahmenbedingungen dieser Verkehrsstudie nicht nur in den verkehrlichen Basisdaten, sondern auch im politischen, verkehrspolitischen und sozioökonomischen Umfeld weiter entwickelt und verändert. Daraus ergab sich im Jahr 2004 ein Aktualisierungsbedarf für die Resultate der Verkehrsstudie und die Notwendigkeit zur Ausweitung des Betrachtungshorizonts auf das Jahr 2025. Dies entspricht nicht nur den Forderungen aus der Umweltverträglichkeitsprüfung, sondern dient auch der Tatsache, dass die Verkehrsstudie in der Phase II ein wesentlicher Vertragsbestandteil zur Konzession und Finanzierung des Brenner Basistunnels darstellen soll. Dementsprechend müssen die Aussagen einer solchen Studie einer Auditierung im Rahmen von bankability studies standhalten können.
Aufbauend auf die Vorgängerstudie hat die ProgTrans AG die Analysen und Prognosen zum alpenquerenden Personen- und Güterverkehr mit der Fokussierung auf die Brennerachse den neuen Rahmenbedingungen entsprechend aktualisiert. Dazu wurde in einem ersten Schritt als neue Basis das Jahr 2003 festgesetzt und die jeweiligen Eingangsgrössen eruiert. In einem nächsten, zweiten Teilschritt wurde diese Datenbasis abermals aktualisiert, und zwar auf Grundlage der neuesten Informationen zum alpenquerenden Güterverkehr aus der CAFT-Erhebung 2004. Diese 2. Aktualisierung war u.a. ein wichtiger Baustein zur nun veröffentlichten Mit-Finanzierungszusage der EU.
Brenner Basistunnel Gesellschaft SE












































































