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Zentrale Ergebnisse im 2. Quartal 2005 zum
TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW


Die ProgTrans AG (Basel) und das ZEW (Mannheim) legen die neuesten Ergebnisse ihrer Expertenbefragung zur Entwicklung der Transport-märkte und -preise in Deutschland im kommenden halben Jahr vor. Befragt wurden - wie seit 1998 viermal jährlich -  rund 300 Spitzenkräfte der Transport- und Verladenden Wirtschaft nach ihren kurzfristigen Prognosen (6 Monate) hinsichtlich des Transportaufkommens und der Transportpreise im nationalen (Deutschland) sowie grenzüberschrei-tenden Transport nach Westeuropa und Osteuropa bzw. im Luft- und Seeverkehr nach Europa, Nordamerika und Richtung Asien/Pazifik.

Die Ergebnisse und die Vergleiche mit den Vorquartalen sind von zurückhaltender Einschätzung und Skepsis geprägt. Dies bringt eine grosse Verunsicherung über die wirtschaftlichen Entwicklungs-perspektiven zum Ausdruck, überrascht in Anbetracht der jüngsten Eindrücke von der „transport logistic 2005“ in München allerdings ein wenig. Dort war vor allem von boomenden Märkten und den guten Perspektiven des Logistikstandorts Deutschland die Rede.

Die markantesten Ergebnisse:

(1) Die Einschätzungen zur Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr spiegeln die Verunsicherung bzgl. der erhofften konjunkturellen Belebung wider. Überwiegend wurden die Wachstums-erwartungen für die Beförderungsmengen gegenüber den Vorquartalen nochmals zurückgenommen. Sie sind bei den einzelnen Transport-zweigen und für die verschiedenen Relationen aber uneinheitlich:

Für den Deutschland-(Binnen-)Verkehr und für den Westeuropaverkehr sind die Wachstumserwartungen überwiegend auf niedrigem Niveau und leicht rückläufig. Richtung Osteuropa wird die Nachfrage-entwicklung vergleichsweise höher eingeschätzt, wenngleich auch hier eine Rücknahme der Wachstumsperspektiven zu verzeichnen ist.

Bei der Luft- und Seefracht wurden die Wachstumsperspektiven weiterhin günstiger beurteilt. Insbesondere in Richtung Asien/Pazifik wird das Wachstum am stärksten eingeschätzt.

(2) Die Einschätzungen zur Preisentwicklung haben sich nach vollzogener Mauteinführung wieder „normalisiert“. Sie zeigen beim Landverkehr ein ungewohnt einheitliches Bild. Die Unterschiede zwischen den Landverkehren einerseits und den Interkontinental-verkehren andererseits  sind allerdings weiterhin deutlich, denn die Preisentwicklungen werden hier von unterschiedlichen Faktoren bestimmt:

Im Strassen- und KEP-Verkehr wird wieder mehrheitlich mit stabilen bis leicht steigenden Preisen gerechnet; gegenüber den Vorquartalen wurden die Erwartungen allerdings (nochmals) deutlich zurückgenommen. Der Mauteffekt scheint also ausgestanden zu sein, der EU-Erweiterungseffekt allerdings noch nicht. Bei den Osteuropaverkehren sind die Erwartungen der Preisänderungen überwiegend zurückhaltender als für den Binnen- und Westeuropa-verkehr.

Bei den Verkehrsträgern Schiene, Binnenschifffahrt und Kombinierter Verkehr scheint man davon auszugehen, dass sie die Entwicklungen der Strasse mehr oder minder mit vollziehen müssen.

Bei der Luftfracht haben die steigenden Preiserwartungen gegenüber dem Vorquartal wieder zu-, bei der Seefracht leicht abgenommen. Sie sind aber jeweils auf vergleichsweise hohem Niveau.

 

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