<< 11. März 2005 >>
Zentrale Ergebnisse im 1. Quartal 2005 zum
TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW
Die ProgTrans AG (Basel) und das ZEW (Mannheim) haben soeben die neuesten Ergebnisse ihrer Expertenbefragung zur Entwicklung der Transportmärkte und -preise in Deutschland im kommenden halben Jahr vorgelegt. Befragt wurden - wie seit 1998 viermal jährlich - rund 300 Spitzenkräfte der Transport- und Verladenden Wirtschaft nach ihren kurzfristigen Prognosen (6 Monate) hinsichtlich des Transportaufkom-mens und der Transportpreise im nationalen (Deutschland) sowie grenzüberschreitenden Transport nach Westeuropa und Osteuropa bzw. im Luft- und Seeverkehr nach Europa, Nordamerika und Richtung Asien/Pazifik.
Die Ergebnisse und die Vergleiche mit den Vorquartalen sind von drei wichtigen Einflüssen geprägt: Erstens von der anhaltenden Unklarheit über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sowie bei den Handelspartnern, zweitens von der jetzt erfolgten Einführung der Lkw-Maut zum 1. Januar 2005 und drittens von der weiteren Unsicherheit über die Entwicklung der Ölpreise.
Die markantesten Ergebnisse:
(1) Die Einschätzungen zur Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr spiegeln die Verunsicherung bzgl. der erhofften konjunkturellen Belebung wider. Überwiegend wurden die Wachstums-erwartungen für die Beförderungsmengen gegenüber den Vorquartalen zurückgenommen. Die Erwartungen sind aber uneinheitlich:
Im Deutschland-(Binnen-)Verkehr und bei den Westeuropaverkehren sind die Wachstumserwartungen überwiegend stabil oder leicht rückläufig. Neuerdings ergibt sich auch in Richtung Osteuropa eine leichte Rücknahme des bisher vergleichsweise dynamisch eingeschätzten Wachstums. Nur die Perspektiven der Schiene (generell) und der KEP-Dienste (im Binnenverkehr) werden gegenüber dem Vorquartal etwas günstiger eingeschätzt.
Bei der Luft- und Seefracht wurden die Wachstumsperspektiven wieder günstiger beurteilt, wobei das Wachstum sowohl für die Luft- als auch für die Seefracht am stärksten in Richtung Asien/Pazifik eingeschätzt wird.
(2) Die Einschätzungen zur Preisentwicklung haben sich nach vollzogener Mauteinführung wieder „normalisiert“ und zeigen das gewohnt uneinheitliche Bild:
Nach der Einführung der Lkw-Maut zum 1. Januar 2005 wird im Strassen- und KEP-Verkehr weiterhin mit steigenden Preisen gerechnet, wobei die Erwartungen leicht zurückgenommen wurden. Bei Osteuropaverkehren ist die Erwartung eines Preisanstiegs – wohl wegen der dortigen Billiglohnkonkurrenz – weniger ausgeprägt.
Bei den anderen Landverkehrsträgern ist das Bild uneinheitlich: Die geringsten Preissteigerungstendenzen werden beim Binnenschiff erwartet, während sie auf der Schiene und Kombinierten Verkehr ähnlich hoch wie auf der Strasse beurteilt werden.
Bei der Luft- und Seefracht wurden die Erwartungen steigender Preise gegenüber den Vorquartalen ebenfalls zurückgenommen, sind aber immer noch vergleichsweise hoch.




































