07. März 2005 ![]()
Erhebung zum landseitigen Verkehr und Motivforschung zur Verkehrsmittelwahl am Flughafen Zürich
Die Flughafendirektion Zürich und das Amt für Verkehr des Kantons Zürich hatten im Sommer 1999 die Arbeitsgemeinschaft Prognos AG später ProgTrans AG (Basel) und Emch+Berger AG (Zürich) mit der Durchführung von Erhebungen des landseitigen Verkehrs zum Flughafen Zürich einschliesslich Motivforschung und der Analyse der Ergebnisse beauftragt. Die Durchführung dieser Untersuchung erfolgte in mehreren Etappen und wurde nun mit der Präsentation der Ergebnisse zum Jahr 2003 erfolgreich abgeschlossen.
Die Erhebungen stehen im Zusammenhang mit der fünften Ausbauetappe des Flughafens Zürich. Im Rahmen dieser Planung wurde ein weiterer Zuwachs des landseitigen Verkehrs von und nach dem Flughafen erwartet. Um die Auflage an den Flughafen, den Anteil des öffentlichen Verkehrs zu erhöhen, zu erfüllen, hatte der Flughafen ein umfassendes Massnahmenpaket erarbeitet, das schrittweise bis zum Jahr 2004 umgesetzt wurde. Die Auflage besteht darin, den Anteil des öffentlichen Verkehrs im motorisierten Verkehr (bezogen auf die Verkehrssegmente Flugpassagiere, Vorabend-Check-In, Flughafen-angestellte, Besucher von Arbeitsplätzen und Sitzungen am Flughafen, Besucher der Aussichtsterrasse sowie Restaurant- und Ladenbe-sucher) von insgesamt 34% im Jahr 1994 auf 42% (2003) zu erhöhen. Als zentrales Ergebnis kann festgehalten werden, dass der so abge-grenzte Modal-Split-Anteil des öffentlichen Verkehrs in den Erhebungs-wochen im Herbst 2003 rund 43% betrug und das Ziel somit auf den geforderten Zeitpunkt erreicht ist.
Rund 60% der Passagiere des Flughafens Zürich kommen am Abreisetag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs ist im Segment der Passagiere zwischen 1994 und 2003 um rund 15%-Punkte gestiegen.
Bei den Angestellten am Flughafen haben die öffentlichen Verkehrsmittel in den Jahren 1994/2001 zunächst keine Anteile dazu gewonnen sondern eher verloren. Angesichts dieser Entwicklung sowie aufgrund eines im Vergleich zu den Passagieren deutlich niedrigeren ÖV-Anteils der Angestellten erhielten Massnahmen, die den Modal-Split speziell dieses Segments beeinflussen, eine hohe Priorität bei der Umsetzung. In der Folge zeigten die Erhebungsergebnisse 2003 einen Anstieg des ÖV-Anteils der Angestellten auf rund 29% (ggb. 25% in 1999).
Bezogen auf die beiden Erhebungswochen und die betrachteten Verkehrssegmente suchten im Herbst 2003 im Tagesdurchschnitt rund 45’000 Personen den Flughafen auf. 38% davon waren Flugpassagiere, 13% Begleiter oder Abholer von Passagieren und 2% Personen, die den Vorabend-Check-In nutzten. Die Angestellten machten im Durchschnitt gut 26% des Verkehrs zum Flughafen aus. Andere Segmente hatten eine geringere, aber gegenüber 1999 gestiegene quantitative Bedeutung: Laden- und Restaurantbesucher 8% (1999: 3%), Terrassenbesucher 3% (1999: 2%), Sitzungsteilnehmer und Besucher mit Geschäftsterminen am Flughafen (ohne Gütertransport) gut 1% (1999: 0,8%). Mehr als 9% (1999: 8,6%) entfielen allerdings auch auf „flughafenfremde“ Umsteiger (insbesondere zwischen Regionalbus und Bahn).
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Funktionen des Flughafens als Reisedrehscheibe für Flugpassagiere (Passagiere inklusive Bring- und Holverkehr und Vorabend-Check-In) sowie als Arbeitsort (Angestellte), bezogen auf die Personenwege, etwas an Bedeutung verloren haben, während alle anderen Funktionen, wie Reisedrehscheibe für „flughafenfremde“ Umsteiger, die Einkaufs-, Bewirtungs- und Besichtigungsfunktion sowie die Funktion als Tagungsort für Geschäftstermine an Bedeutung gewonnen haben.
























































