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Entwicklung und Beurteilung des Alpenquerenden Verkehrs 2020 mit Fokus auf die Gotthard Achse

ProgTrans AG und Rapp Trans AG legen im Auftrag des Gotthard-Komitees eine Untersuchung zum Alpenquerenden Verkehr 2020 vor.


Wenn der Gotthard-Basistunnel im nächsten Jahrzehnt in Betrieb genommen wird, erreicht die Qualität der Verkehrsabwicklung für den alpenquerenden Verkehr eine neue Stufe. Der Gotthard-Basistunnel ist der wichtigste Teil der Neuen Eisenbahn-Alpen-Transversalen (NEAT). Dieses – inzwischen auch als Alp-Transit bezeichnete – Konzept dient der Angebotsverbesserung im Schienengüter- und -personenverkehr und entspricht damit zugleich den Zielen der Schweizer Verkehrsver-lagerungspolitik.

Da das System des Verkehrs nicht nur sehr komplex, sondern auch hoch dynamisch agiert, sind dessen beschreibenden Grössen und die daraus resultierenden Entwicklungen ständigen Veränderungen unterworfen. Im Zusammenspiel mit den sich ebenfalls wandelnden Rahmenbedingungen und Wertvorstellungen verlangen solche Entwicklungen nach regelmässigen Bewertungen. Dabei finden in den Prognosehorizonten die z.T. sehr langwierigen Abläufe bei politischen, administrativen und technischen Vorgängen ihre Berücksichtigung, um insbesondere frühzeitig die gewünschten Weichenstellungen vornehmen zu können.

Im alpenquerenden Verkehr waren in den letzten 20 Jahren enorme Zuwächse zu verzeichnen. So verdoppelte sich die Gütermenge im Bereich Mt. Cenis/Fréjus (F) - Brenner (A), wobei sich die Menge der auf der Strasse beförderten Waren beinahe verdreifacht hat, hingegen die Bahn nur Zuwächse um ein Viertel zu verzeichnen hatte. Betrug ihr Anteil in 1980 noch über 50%, so sind es heute nur noch ca. ein Drittel aller Güter, die per Schiene über den Alpenkamm transportiert werden. In der Schweiz, die gut ein Viertel des alpenquerenden Verkehrs aufnimmt, gestaltet sich die Situation genau anders herum, auch wenn die Bahn Anteilsverluste von ehemals 93% in 1980 auf heute ca. zwei Drittel der transportierten Gütermengen hinnehmen musste. Die Hälfte der auf der Strasse transportierten Gütermenge überquert den Alpenkamm als Durchgangsverkehr, am Gotthard-Strassentunnel liegt dieser Anteil sogar leicht darüber. Insgesamt wurden in 2001 23.2 Mio t Güter durch den Gotthard befördert, dabei betrug das Verhältnis Strasse / Schiene 1 zu 2, und das obwohl der Strassentunnel wegen einer schweren Brandkatastrophe zwei Monate gesperrt war.

Das Gotthard-Komitee beschäftigt sich mit den Konsequenzen und den Möglichkeiten des alpenquerenden Verkehrs. Es versteht sich als eine politisch unabhängige Interessengemeinschaft zur Förderung eines leistungsfähigen und umweltfreundlichen Gotthard-Verkehrs mit dem Ziel einer gesunden Entwicklung der Lebens- und Wirtschaftsräume entlang der Gotthard-Achse. Dabei sieht das Gotthard-Komitee seine Aufgabe verkehrsträgerübergreifend, weiträumig und grenzüberschreitend. Es unterstützt die Ziele der schweizerischen Verkehrspolitik, insbesondere dasjenige der Verlagerung des Transit-Güterverkehrs auf die Schiene.

Inzwischen haben am Gotthard-Basistunnel, als das umfangreichste NEAT-Projekt, die Arbeiten begonnen. Im Hinblick auf die weiteren Vorhaben im alpenquerenden Personen- und Güterverkehr erhofft sich das Komitee von einer Grundlagenuntersuchung zum alpenquerenden Verkehr mit dem Fokus auf die Gotthard-Achse unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen und neuesten gesamteuropäischen Entwicklungen einen aufschlussreichen Blick in die Zukunft.

Hierfür hatte das Gotthard-Komitee zwei erfahrene Verkehrsconsultants mit der Erstellung einer gemeinsamen Untersuchung beauftragt. Dabei brachte die ProgTrans AG - als Nachfolgerin des Bereichs Verkehr der Prognos AG - ihre langjährigen und anerkannten Erfahrungen im prognostischen Bereich zur Erstellung des Mengengerüsts ein, die Rapp Trans AG steuerte ihr Wissen zur Beurteilung von Infrastrukturanlagen bei.


 Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse beim Gotthard-Komitee downloaden.
 

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