vorherige Nachricht 12. April 2004 nächste Nachricht

Zentrale Ergebnisse im 1. Quartal 2004 zum
TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW

Die ProgTrans AG (Basel) und das ZEW (Mannheim) haben soeben die neuesten Ergebnisse ihrer Expertenbefragung zur Entwicklung der Transportmärkte und -preise in Deutschland im kommenden halben Jahr vorgelegt. Befragt wurden wiederum rund 200 Spitzenkräfte der Transport- und Verladenden Wirtschaft.

Die markantesten Ergebnisse:

(1) Die Einschätzungen zur Entwicklung des Transportaufkommens im nächsten halben Jahr bringen deutlich die Erwartung einer baldigen konjunkturellen Belebung und eines zunehmenden Warenaustausches durch die EU-Osterweiterung zum Ausdruck. Unsere Experten schätzen die Entwicklungsaussichten für das kommende halbe Jahr bei den Transportzweigen und in den verschiedenen Relationen allerdings recht unterschiedlich ein:

Im allgemeinen Strassengüterverkehr und bei den KEP-Transporten gibt es eine klare Tendenz, dass im kommenden Halbjahr im grenzüber-schreitenden Verkehr - vor allem mit Osteuropa - mit Transport-mengensteigerungen zu rechnen ist.

Für die Schiene, die Binnenschiffahrt und den kombinierten Verkehr sind die Einschätzungen zurückhaltender, aber auch hier werden eher steigende als sinkende Mengen erwartet.

Beim Luftfrachtaufkommen wird vor allem der Asienverkehr, aber auch die Nordamerika-Relation als Wachstumsmarkt gesehen.

(2) Bei der Einschätzung der Preisentwicklung fällt auf, dass die jetzt feststehende Verschiebung der Lkw-Maut auf längere zeit ohne Ersatzlösung deutliche Spuren hinterlässt: Auf der Strasse wird die Erwartung steigender Preise markant zurückgenommen. Bei den anderen Verkehrszweigen werden die Erwartungen des Vorquartals weniger stark nach unten korrigiert. Die zentralen Perspektiven:

Das Lkw-Maut-Desaster dämpft die Erwartung steigender Preise im Lkw-Verkehr stark.

Auch bei den übrigen Landverkehrszweigen (Schinnenverkehr, Binnenschifffahrt, KEP-Dienste und Kombinierter Verkehr) nimmt der Anteil derjenigen, die mit steigenden Frachtraten rechnen, gegenüber dem Vorquartal generell ab.

Bei der Luftfracht ist die Erwartung steigender Preise gegenüber dem Vorquartal hingegen stabil; auch hier wird allerdings mehrheitlich mit unveränderten Preisen für das kommende Halbjahr gerechnet.
 

zurück zur Übersicht
english